Gambia
Marc Gensel, Fotograf
1973 in Leipzig geboren
Schon während des Physikstudiums hat ihn die Fotografie begleitet, zunächst nur als Leidenschaft. Reisen genoß er nur dann richtig, wenn er die Eindrücke mit der Kamera festhalten konnte. 1996 hat er sich dann entschlossen, das Handwerk der Fotografie zu erlernen. Bereits nach zwei Jahren konnte er die Ausbildung vorzeitig beenden und arbeitete zunächst selbständig als Bildberichterstatter. Diese Bilder entstanden auf einer Reise nach Gambia, dem kleinsten Staat Afrikas.
Der Zauber, der von den verschiedenen Volksstämmen mit ihren Ritualen und dem afrikanischen Alltag ausgeht, ließ ihn nicht mehr los. Drei Monate begleitete er einen Djiola in den westafrikanischen Busch, weit abseits der üblichen Touristenpfade. Von den Marabuts, den Medizinmännern und geistlichen Führern, über die gesungenen Nachrichten der Griots der Mandinga, bis hin zu den wundersam unverwundbaren Schwerttänzern der Djiola, gewann er tiefe Einblicke in das kulturelle und religiöse Leben einzelner Volksstämme.
Wieder zurück in Deutschland arbeitete Marc Gensel im Leipziger Studio 80 mit, wo zahlreiche kleinere Reportagen entstanden. Weitere Reisen brachten ihn neben den Britischen Inseln auch auf die Kanaren, einer Inselgruppe, die auf kleinstem Raum phantastische Naturschauspiele bieten. Neben der Pressetätigkeit setzte er auch einige Werbeaufträge im Studio um. Im Frühjahr 2001 dann der Wechsel vom Studio 80 und dem Pressedienst, auf der Suche nach dem "perfektem" Bild, zum Werbestudio BlackBox in Ettlingen, einem Großraumstudio mit spezieller Technik für Automobilfotografie.
Trotz der Freude an der filigranen und akribischen Arbeit im Studio hat ihn die Faszination von Reportagen mit ihren einzigartigen Begegnungen mit den Menschen und der Natur nicht verlassen. Diese Authentizität bei der Wiedergabe der Eindrücke ist es, die für ihn den Reiz an dieser Arbeit ausmachen. Seit 2003 heißt es für Marc Gensel zurück zum Fotojournalismus, erwartungsvoll blickt er neuen, interessanten Reportagen entgegen.
Copyright: Marc Gensel
|