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Bildergalerie - Zwei Wochen Kamerun

Geschichte - Kolonie, Mandatsgebiet, Unabhängigkeit

Das Ende der deutschen Kolonialzeit (1884-1919) bedeutete für Kamerun keineswegs die Befreiung von der Fremdherrschaft. Durch den Versailler Vertrag nach Ende des Ersten Weltkriegs kam Kamerun offiziell in den Besitz des Völkerbundes und wurde zu vier Fünfteln Frankreich und zum Rest Großbritannien zugeteilt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die beiden Völkerbundmandate von den Vereinten Nationen - dem Nachfolger des Völkerbundes - in Treuhandmandate umgewandelt. Auflage war die Etablierung der Selbstverwaltung, Ziel die Entlassung in die Unabhängigkeit.

Selbstständigkeit erlangten das französische Ost-Kamerun schließlich am 1. Januar 19 60 und das bis dahin zusammen mit Nigeria verwaltete britische West-Kamerun am 1. Oktober 19 61. Der Norden des früheren britischen Mandatsgebietes entschied sich 1961 in einem von den UN organisierten Referendum für den Verbleib bei Nigeria, der südliche Teil für einen Anschluss an den größeren französischen Hauptteil. Es entstand die Bundesrepublik Kamerun mit Ost- und West-Kamerun als Gliedstaaten.  

Was folgte, waren Jahre der Diktatur unter dem ersten kamerunischen Staatspräsidenten Ahmadou Ahidjo und weitere Jahre autokratischer Führung unter Paul Biya. 1982 übernahm er die Leitung des Staates und der ehemaligen Einheitspartei 'Rassemblement Démocratique du Peuple Camerounais' (RDPC). Die heutige Vereinigte Republik Kamerun als Einheitsstaat existiert seit 1972, Parteien sind seit 1990 zugelassen und konnten sich erstmals 1992 zur Wahl stellen. Schon bei diesen Wahlen und zuletzt am 11. Oktober 2004 wurde Staatschef Biya im Amt bestätigt, obwohl Regierungsführung und Menschenrechtspolitik als entschieden verbesserungsbedürftig gelten.


 

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