Evangelische
Partnerschaft Soest-Kamerun
Die
Westfälische Landeskirche ist seit vielen Jahren in Kamerun aktiv.
Zurzeit begleitet sie die gerade angelaufene Strukturreform der
'Eglise Evangélique du Cameroun' (EEC).
Sie ist mit rund 750 Gemeinden und zwei Millionen Mitgliedern die
größte evangelische Kirche des schwarzafrikanischen Landes, in dem
sich zwischen 40 und 50 Prozent der Bevölkerung zum Christentum
bekennen, rund 20 Prozent zum Islam und der Rest zu traditionellen
Glaubensrichtungen.
Freundschaftlich
verbunden sind seit Mitte der 90er Jahre auch der Kirchenkreis Soest
und die kamerunische 'Région Synodale du Grand Nord', zu der die
drei nördlichsten und besonders armen Provinzen des Landes - Adamaoua,
Nord und Extremer Norden - gehören. Informationsaustausch, die gegenseitige
Fürbitte, Brief- und E-Mail-Kontakte, der Jugend- und Pastorenaustausch,
eine projektgebundene finanzielle Zusammenarbeit und nicht zuletzt
Besuche, sollen die Zusammenarbeit und das gegenseitige Verständnis
der Christen aus beiden Ländern fördern.
Die
jüngste Kamerunreise fand im Herbst 2005 statt. Für gut 14 Tage
waren die Mitglieder des Soester Partnerschaftsausschusses im kamerunischen
Norden unterwegs, nicht nur in den Provinzhauptstädten Nagaoundéré,
Garoua und Maroua, sondern auch in entlegeneren Regionen. Auf dem
Programm standen gemeinsame Gottesdienstfeiern, der Besuch von Schulen,
Krankenhäusern und diversen Projekten. Traurige Erkenntnis war,
dass nur wenige dieser Projekte - gedacht als Hilfe zur Selbsthilfe
- noch funktionstüchtig waren.
Zur
Delegation gehörten die Ausschussvorsitzende Pfarrerin Margot Bell
(Lippstadt) und Winfried
Bell (Lippstadt), Pfarrer Rainer Grüber (Lippstadt), Pfarrerin Dorothea
Goudefroy (Meschede), Doris Langhoff (Welver), Pfarrer Albrecht
Nasdala (Soest) und Manfred Werdermann (Soest).
|