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Bildergalerie - Zwei Wochen Kamerun

Aktuelle Probleme - Hohe Schuldenlast, gravierende Armut

Die Existenz der beiden Amtssprachen Französisch und Englisch ist wahrscheinlich das offensichtlichste Erbe der letzten kamerunischen Kolonialzeit. Auch stellen bis heute Spannungen zwischen dem englisch- und dem französischsprachigen Teil Kameruns und Animositäten zwischen den über 200 ethnischen Gemeinschaften eine große Belastung dar.Seine meisten anderen Probleme teilt das Land jedoch mit den übrigen Staaten des Südens.

So zählt Kamerun trotz eines relativen Reichtums an Rohstoffen wie Holz, Kakao, Kaffee, Zucker, Kautschuk und Bodenschätzen wie Erdöl und Erdgas, Bauxit und Eisenerz zu den ärmsten Ländern der Welt und ist hoch verschuldet.Derzeit lebt etwa die Hälfte der rund 16,4 Millionen Kameruner unterhalb der Armutsgrenze von einem US-Dollar am Tag. Die Verschuldung im Ausland ist zwischen 1983 und 2004 von 2,9 Milliarden auf 8,5 Milliarden Dollar gestiegen und beläuft sich nach jüngsten Schätzungen auf mittlerweile 9,2 Milliarden Dollar.

Damit ist Kamerun eines der so genannten hoch verschuldeten Armutsländer (HIPC). Es hat sich für die HIPC-Initiative von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) qualifiziert und soll auch von dem Entschuldungprogramm profitieren, das die Gruppe der acht führenden Industrienationen (G-8) auf ihrem letzten Gipfeltreffen in Schottland beschlossen hat. Die Bundesregierung hat Kamerun für 2004/05 neue finanzielle und technische Hilfe über insgesamt 29 Millionen Euro zugesagt.

Drängende Probleme sind neben der hohen Armut ein Entwicklungsgefälle zwischen dem Dürre gefährdeten Norden und dem Süden mit der Hauptstadt Jaunde und dem Wirtschaftszentrum Duala, eine HIV-Rate von 6,9 Prozent in der Altersgruppe der 15- bis 49-Jährigen, eine Arbeitslosenrate von rund 30 Prozent, eine Analphabetenrate von über 20 Prozent, ein Bevölkerungswachstum von geschätzten 2,8 Prozent im Jahr und eine Lebenserwartung von nur 50 Jahren.

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